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    Schulbauernhof Emshof

Nachhaltigkeit

 

Betriebseigene Richtlinien⇒ für Nachhaltigkeit und Umweltschutz (Stand 18.01.2022)

Der Verein Emshof e.V. hat sein Wirkungsort auf dem Schulbauernhof zwischen Telgte und Münster. Wir - Ehrenamtliche und Hauptamtliche- sind uns unserer besonderen Verant-wortung und unserer Vorbildfunktion im Umgang mit der Umwelt und den natürlichen Ressourcen bewusst.

Dies verpflichtet uns, die natürlichen Lebensgrundlagen zu schützen, zu pflegen und zu erhalten, damit unsere Zukunft „enkelfähig“ wird.

Das Prinzip der Nachhaltigkeit und des Gemeinwohls gehört zu unserem Selbstverständnis und soll den Schüler*Innen in allen Bereichen der vielfältigen Lernsituationen verdeutlicht werden. Die Auswirkungen des eigenen Tuns auf die Umwelt und das alltägliche Leben sollen direkt erfahrbar sein. Kinder und Jugendliche können nach ihren persönlichen Möglichkeiten und Fähigkeiten tätig werden, Selbstwirksamkeit erleben, Verantwortung übernehmen, selbstständig denken und handeln. Wir bieten Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit die Hintergründe der Lebensmittelproduktion und damit die Bedeutung von Umwelt, Klima und Biodiversität für das Leben auf der Erde selbst zu erfahren.

Mit der Zertifizierung des Emshofs als Bioland-Betrieb verpflichten wir uns alle am Betrieb hergestellten Waren nach den Richtlinien des organisch-biologischen Landbaus zu produzieren.

Zusammenfassend setzt sich der Verein Emshof e.V. folgende Ziele:

1. Mit Energie, Wasser, Flächen und Materialien ressourcenschonend umzugehen

2. Die eigene betriebliche Umweltbilanz kontinuierlich zu verbessern

3. Abfälle zu vermeiden und möglichst einen Kreislauf der Stoffe zu erreichen

4. Eigeninitiative und Umweltbewusstsein durch gegenseitige Informationen, freundliche Erinnerungen und zielgerichtete Aus- und Weiterbildung fördern (jede_r neue Mitarbeiter_in bekommt diese Selbstverpflichtung)

5. Unsere Ergebnisse der Öffentlichkeit zu präsentieren und neuen Ideen offen gegenüber zu stehen

Hiermit vereinbaren wir folgenden Maßnahmen:

Beschaffung

  • Bewirtung: Eigene Hofprodukte werden zuerst verwendet
  • Zugekaufte Lebensmittel sind aus ökologischem Landbau, möglichst aus fairem Handel mit sozialen und ethischen Standards
  • Reinigungs- und Waschmittel in biologischer/ökologischer Qualität
  • Konsum wird kritisch überdacht, was wird wirklich benötigt, was kann alternativ genutzt werden was schon vorhanden ist und kurze Absprachen untereinander (so werden Fehlkäufe und ein „zu viel“ vermieden
  • Einkauf wann immer möglich „second hand“ oder bei nachhaltigen Unternehmen (z.B. Memo) und Wahl von langlebigen, nachhaltigen (möglichst kein Plastik bzw. aus Recyclingmaterial, zu reparierende) Gegenständen
  • Recycling Papier ist Standard; wir beschreiben Papier mehrfach /Rückseiten nutzen
  • Plastik reduzieren: Kugelschreiber vermeiden, Bleistifte verwenden, Kugelschreiber als Werbegeschenke ablehnen, permanent Marker und Boardmarker verwenden, die nachfüllbar und aus recyceltem Plastik sind
  • Einkauf für Freizeiten wird gebündelt, eingesetzte Lebensmittel nach Möglichkeit aus der Region und in Bio-Qualität
  • Einkauf bevorzugt in Mehrwegverpackungen (z.B. Pfandkisten)
  • beim Einkauf gilt es lange Transportwege zu vermeiden,
  • regionale Anbieter werden bevorzugt

Abfall

  • Mülltrennung auf der Hoffläche und in den Gebäuden
  • Müll wird bereits beim Einkauf vermieden, Einkauf von Großgebinden (z.B. bei Nudeln, Seife, Waschmittel, …)
  • Durch Einsatz von Lebensmitteln vom eigenen Hof, Vermeidung von Verpackungsmüll
  • eigene Kompostierung von gesamten organischem Material
  • Statt Ausdrucke, Digitalisierung von Daten bevorzugen;
  • nicht mehr benötigte Daten löschen; auch Server brauchen viel Strom

Heizung

  • Es wird nur in Räumen geheizt, die genutzt werden; ansonsten * Stellung der Heizung
  • Durch Nutzung des Kamins, Verringerung des Einsatzes der Ölheizung
  • Verbrauch von eigenem oder Abfallholz
  • Richtiges Lüften (kurzes Stoßlüften) mehrmals am Tag
  • Vermeidung von Überhitzung (man muss im Winter nicht im T-Shirt im Büro sitzen)

 

Stromverbrauch

  • Licht wo immer es geht ausstellen
  • Elektrogeräte nur einschalten, wenn sie auch genutzt werden
  • bei Batterien wiederaufladbare Akkus verwenden
  • Bei Austausch von Leuchtmitteln werden LED-Leuchtmittel eingesetzt
  • Im Außenbereich und in den sanitären Anlagen für die Gruppen befinden sich Bewegungsmelder so, dass nur dann Licht an ist, wenn sich jemand dort aufhält
  • Nicht benötigte Geräte werden ausgeschaltet statt Stand-by-Modus (z.B. Kühlschränke, die nur für Freizeiten genutzt werden, werden ausgeschaltet in den Wintermonaten, wenn nur Halbtagesgruppen am Hof sind)
  • Kochen mit aufgesetztem Deckel
  • Wasser im Wasserkocher kochen statt im Topf auf dem Elektroherd (z.B. für Nudeln)

Wasser

  • Start-Stopp Taste an Toilettenspülungen
  • die Wasserversorgung wird mit eigenem Brunnen sichergestellt
  • Sparsamer Einsatz im Haushalt und auch bei der Bewässerung, Streuungsverluste werden so weit wie möglich vermieden
  • Thema Wasser „Wasser – Quelle der Landwirtschaft“ zieht sich durch viele Programme, Sensibilisierung der Erwachsenen und Kinder für verantwortungsvollen Umgang mit dem Gut Wasser,